Trotz Corona: Mehrheit in Österreich bewertet eigene finanzielle Lage positiv

  • Generation 50Plus erleidet Stimmungseinbruch
  • West-Ost-Gefälle: Tirol und Vorarlberg optimistischer als Steiermark

Auch in der Krise blicken die Österreicherinnen und Österreicher noch relativ positiv auf ihre eigenen Finanzen. 64 Prozent schätzen ihre Lage derzeit als gut bis sehr gut ein. Im Vorjahr waren es allerdings noch 17 Prozentpunkte mehr. Insgesamt erreicht das bereits zum sechsten Mal ermittelte TeamBank-Liquiditätsbarometer in diesem Jahr den bisher tiefsten Wert und verlor im Vergleich zum Vorjahr mehr als ein Drittel.

Für 37 Prozent der Bürgerinnen und Bürger hat sich ihre finanzielle Situation aufgrund der Corona-Krise verschlechtert. Für die Mehrheit von 51 Prozent hat Corona aber keine Auswirkungen auf die eigene Geldbörse. Das zeigt das bevölkerungsrepräsentative TeamBank-Liquiditätsbarometer, für das mehr als 1.300 Menschen in Österreich im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt wurden. „Für viele Menschen in Österreich hat sich die finanzielle Lage eingetrübt, das zeigt der Einbruch in unserem Liquiditätsbarometer deutlich“, sagt Frank Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG. „Doch die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher haben ihre Finanzen gut im Griff. Ausgaben wurden aufgeschoben, andere fielen in Corona-Zeiten weg. Somit blickt die Bevölkerung insgesamt positiv auf ihre finanzielle Situation.“

Das TeamBank-Liquiditätsbarometer ermittelt seit 2016 die Stimmung zur finanziellen Lage in der Bevölkerung und setzt sich zusammen aus der Einschätzung der aktuellen sowie der zukünftigen Situation. Im Jahr 2021 bewerten knapp zwei Drittel ihre finanzielle Lage mit gut oder sehr gut und fast die Hälfte rechnet in Zukunft mit einer Verbesserung. Vor einem Jahr waren es 81 bzw. 53 Prozent. Der Index liegt derzeit bei 17 Punkten. Ein deutlicher Absturz im Vergleich zum Vorjahr, als der Index noch 28,60 Punkte verzeichnete. Der bisherige Höchstwert war 2016 mit 34,18 Punkten erreicht worden.

Generation 50Plus trifft Corona auch finanziell härter

Schwerer als dem Schnitt der Bevölkerung fällt es den älteren Bürgerinnen und Bürgern, sich den negativen Auswirkungen in der Pandemie zu entziehen. Die Generation 50Plus erleidet auch beim Blick auf ihre Finanzen den größten Stimmungseinbruch. Ihre derzeitige finanzielle Lage schätzen nur 61 Prozent als positiv ein – 24 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Der Liquiditätsindex für diese Altersklasse rutschte von 21,05 Punkten im Jahr 2020 auf derzeit nur noch 7,5 Punkte ab. Zum Vergleich: Der Index für die unter 30-Jährigen fiel hingegen nur um 2,7 auf 29,25 Punkte.

Menschen in Vorarlberg besonders optimistisch

Doch die Einschätzung der finanziellen Lage scheint nicht nur von der Generation abhängig, sondern auch vom Wohnort. Regional wird die eigene monetäre Situation in Österreich unterschiedlich eingeschätzt: Während in Vorarlberg das Liquiditätsbarometer mit 29,7 Punkten deutlich über dem bundesweiten Schnitt liegt, ist er im Burgenland mit 13,5 Punkten besonders niedrig. Grundsätzlich lässt sich ein West-Ost-Gefälle ausmachen: Die Bürgerinnen und Bürger in Vorarlberg, Tirol und Salzburg im Westen sind deutlich optimistischer in Bezug auf ihr Finanzen als diejenigen in Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland im Osten. Salzburg erreicht beispielsweise einen Index von 21,5 Punkten. Die Stimmung in der Hauptstadtregion Wien liegt mit 16,9 Punkten etwa im Bundesschnitt.

Marc-Olivier Weber

Pressesprecher TeamBank AG

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